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Die Donau

 

Die Donauquelle ist eine gefasste Karstquelle im Schlosspark von Donaueschingen. Sie stellt sich als kreisrundes Quellbecken dar, mit einer Skulptur versehen - Mutter Baar weist der Donau den Weg.

In Baden-Württemberg kennt allerdings jedes Kind den Spruch "Brigach und Breg bringen die Donau zu Weg", der darauf hinweist, dass die Donau erst östlich des Donaueschinger Schlossparks durch den Zusammenfluss der beiden Quellflüsse Brigach und Breg zustandekommt. Im geologischen Sinn ist es müßig, die "Quelle" der Donau zu suchen, da sie im Lauf der Erdgeschichte eine bewegte Entwicklung genommen hat.

Die Quelle ist eine sog. Karst-Aufstoß-Quelle an der zwischen 50 und 150 Liter Wasser in der Sekunde aus dem Karstgebirge der Schwäbischen Alb an die Oberfläche treten.
Allerdings gibt es seit Jahrhunderten einen Streit zwischen Donaueschingen und Furtwangen über die tatsächliche Donauquelle.

 

Die Donau ist der einzige große europäische Fluss, der von Westen nach Osten fließt, erreicht nach 2.888 Kilometern in Rumänien und der Ukraine das Donaudelta und mündet dort ins Schwarze Meer. Im Gegensatz zu anderen Flüssen werden die Kilometer von der Mündung bis zur Quelle hochgezählt, offizieller Nullpunkt ist der Leuchtturm von Sulina am Schwarzen Meer.

Die Donau hat einen Einzugsbereich von ca. 817.000 km2.Die Donau ist mit 2.845 Kilometern ab dem Zusammenfluss von Brigach, Breg und der Donauquelle in Donaueschingen beziehungsweise 2.888 Kilometern ab der Breg-Quelle am Rande des Schwarzwaldes nach der Wolga der zweitlängste Strom in Europa. Nach Deutschland und Österreich durchfließt der Fluss noch acht weitere europäische Staaten und mündet im ausgedehnten Donaudelta in das Schwarze Meer.

Der rumänische Name der Donau lautet Dunărea, auf Bulgarisch, Serbisch und Kroatisch heißt sie Dunav, auf Ungarisch Duna, auf Slowakisch Dunaj und auf Englisch und Französisch Danube. Alle diese Namen stammen vom lateinischen Danubius ab, dem Namen eines römischen Flussgottes. Die Endung au entstammt dem germanischen ouwe (Aue, Fluss), der deutsche Name gilt seit 1763. In früheren Urkunden wird die Donau "Tonach" genannt, später auch "Donaw".

Der zweitgrößte europäische Fluss hat in den Kulturen seiner Anrainerländer und darüber hinaus viele Spuren hinterlassen. Neben zahlreichen Sagen und Legenden haben sich auch Schriftsteller mit ihm auseinandergesetzt, von Ovid, der in der Tristia 3,10 den starken Eindruck besang, den die zugefrorene Donau auf ihn machte, bis zu Claudio Magris und Péter Esterházy, die sich am Ende des 20. Jahrhunderts mit dem Thema beschäftigten. Ihren berühmtesten kulturellen Widerhall fand die Donau jedoch in der Musik, im (ursprünglich mit einem anderen Text komponierten und uraufgeführten) Donauwalzer aus der Feder von Johann Strauß.

Die Donau ist entlang ihres Laufes für rund 10 Millionen Menschen eine bedeutende Trinkwasserquelle. In Baden-Württemberg beliefert der Zweckverband Wasserversorgung den gesamten Raum zwischen Stuttgart, Bad Mergentheim, Aalen und dem Alb-Donau-Kreis mit Trinkwasser, von dem gut 30 Prozent (2004: 30 Millionen Kubikmeter) aufbereitetes Donauwasser sind. Auch Städte wie Ulm oder Passau verwenden großteils noch Donauwasser als Trinkwasser.

Österreich dagegen bezieht zu 99 Prozent sein Trinkwasser aus Grund- und Quellwasser, nur sehr selten, zum Beispiel während Hitzeperioden in Wien, wird Wasser aus der Donau entnommen, um daraus Trinkwasser zu gewinnen. Dasselbe gilt in Ungarn, das zu 91 Prozent Grundwasser verwendet. Auch die anderen Staaten entlang des Mittellaufs verzichten aufgrund der starken Verschmutzung auf die Verwendung von Donauwasser als Trinkwasser. Nur Orte an der Donau in Rumänien, wo der Strom wieder sauberer ist, versorgen sich noch weitgehend mit dem Wasser aus der Donau (Turnu-Severin, Donaudelta).

Geologie

Obgleich die Oberläufe der Donau heutzutage verhältnismäßig kleiner sind, ist die Donau geologisch viel älter als der Rhein, mit dem ihr Einzugsgebiet im heutigen Süddeutschland konkurriert. Dies führt zu einigen Besonderheiten.

Der Rhein ist der einzige Fluss der Alpen, der nördlich in Richtung zur Nordsee fließt. Dabei nimmt er die nördlich abfließenden Wasser der Europäischen Wasserscheide auf. Diese teilt wie eine unsichtbare Linie Teile von Süddeutschland.

Noch vor der letzten Eiszeit begann der Rhein erst an der südwestlichen Spitze des Schwarzwaldes. Das Wasser der Alpen, das heute in den Rhein fließt, wurde damals in der „Urdonau“ nach Osten getragen, die bis zur Rißeiszeit weiter nördlich im Tal der heutigen Altmühl und des Wellheimer Trockentals entlang der Linie Wellheim–Dollnstein–Eichstätt–Beilngries–Riedenburg floss. Die (heute wasserlosen) Schluchten in der jetzigen Landschaft der Schwäbischen Alb sind Teile des Bettes dieses früheren Flusses, der erheblich größer war als die heutige Donau. Nachdem die Oberrheinische Senke gleichsam abgefressen worden war, änderte der größte Teil des Alpenwassers seine Richtung und speist heute den Rhein.

Es fließen bis heute Teile des Donauwassers durch den porösen Kalkstein der Schwäbischen Alb in den tiefer liegenden Rhein. Da diese große Menge unterirdischen Wassers sich zugleich mehr und mehr in den umgebenden Kalkstein frisst, wird angenommen, dass die obere Donau eines Tages völlig zugunsten des Rheins verschwinden wird.

Bei Immendingen kommt es im Flusslauf zur Donauversickerung. Hier versickert ein großer Teil des Donauwassers im Boden und gelangt über unterirdische Höhlen im Karststein zum über 14 Kilometer entfernten Aachtopf, von wo aus das Wasser in den Bodensee und später in den Rhein gelangt. Bei sehr wenig Wasser kann es zeitweise auch zur kompletten Versickerung kommen; die Donau wird dann nur noch von den Flüsschen Krähenbach und Elta gespeist. Da dieses Trockenfallen des Flusses in den letzten Jahrzehnten rapide zugenommen hat, wird ein Teil des Donauwassers durch einen Stollen an der Versickerungsstelle vorbeigeleitet. Der Stollen und das zugehörige Wehr befinden sich hinter dem Ortsausgang von Immendingen, der Stollen selbst führt nach Möhringen. Eine weitere Donauversickerung, die weiteres Wasser unterirdisch zum Aachtopf führt, befindet sich bei Fridingen an der Donau.

Bis kurz hinter Wien hat der Strom eher Gebirgsflusscharakter, erst danach wandelt er sich allmählich zu einem Tieflandfluss. Faktoren wie etwa Schneeschmelzen und starke Niederschläge im Alpenraum begünstigen dabei das rapide Anschwellen des Flusses und die Entstehung von Hochwassern. Durch die zunehmende Regulierung des Flusses und die teilweise Zerstörung von Auen wurde dieser Effekt noch gesteigert und das Ausmaß der Hochwasser nahm im 20. Jahrhundert zu. Die Höchststände der letzten hundert Jahre waren die Hochwasser von 1954, 1988 und 2002.

Schifffahrt

Die Donau ist erst ab Kelheim, fast 500 Kilometer hinter der Quelle, über eine Gesamtstrecke von 2415 Kilometern bis zur Mündung für die Binnenschifffahrt befahrbar. Durch den Main-Donau-Kanal, welcher bei Kelheim in die Donau mündet, ist auch eine durchgehende Wasserstraße von der Nordsee bis ins Schwarze Meer gegeben.

Aus der Sicht der Donauschifffahrt wird die Donau in drei Bereiche eingeteilt:

Obere Donau von Kelheim bis Komárom/Komárno
Mitteldonau von Komarom/Komarno bis Turnu Severin
Untere Donau von Turnu Severin bis zur Mündung

Die Donau ist eine der ältesten und bedeutendsten europäischen Handelsrouten. Bereits in frühgeschichtlicher Zeit diente sie als Transportweg für Handelswaren wie zum Beispiel Pelze, die meist noch mit einfachen Flößen den Fluss entlang transportiert wurden. Im Mittelalter wurden Boote, die nach dem langen und damals noch sehr gefährlichen Weg ihren Zielhafen erreicht hatten, häufig demontiert und als Feuerholz verkauft, um den beschwerlichen und langsamen Rückweg zu vermeiden.

Über die Jahrtausende konnten Boote stromaufwärts nur durch Treideln vorankommen. Dabei wurden die Boote von Menschen oder Zugtieren, später auch Lokomotiven stromaufwärts gezogen. Dies endete im Jahr 1812, als in Wien das erste Donaudampfschiff in Betrieb genommen wurde. Kurze Zeit später, im Jahre 1829, wurde die erste Donaudampfschifffahrtsgesellschaft ins Leben gerufen. Dadurch wurden die Schiffe schneller, zum Beispiel fuhr das erste Dampfschiff "Franz I" im Jahre 1930 die Talfahrt von Wien nach Budapest in 14 Stunden 15 Minuten. Für die Bergfahrt von Budapest nach Wien benötigte er 48 Stunden 20 Minuten. Im September 1937 fuhr das erste Schiff, die "Maria Anna" von Wien nach Linz. Eines der letzten Exemplare dieses Schiffstyps ist in Regensburg als Museumsschiff zu besichtigen (http://www.dsmr.de/). Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts war auch die Blüte der Kettenschiffe, die sich an einer zuvor fest in der Fahrrinne des Flusses verlegten Kette mit Dampfmaschinenkraft den Fluss „hinaufzogen“. Solche Ketten wurden zuerst für die Strecke Wien–Pressburg verlegt, 1891 aber auch bei Ybbs und Regensburg.

Ursprünglich war die Donau ein offener Handelsfluss, nutzbar für jedermann. Im Pariser Frieden 1836 wurde dieses Recht auch erstmals kodifiziert. 120 Jahre später, am 18. August 1948, wurde auf der Belgrader Konferenz in der "Konvention über die Regelung der Schifffahrt auf der Donau" dieses Recht erneut festgeschrieben, das Befahren der Donau ist Schiffen aller Flaggen erlaubt, nur Kriegsschiffen fremder Flagge ist das Befahren der Donau untersagt.

Neben vielen berühmten und sehenswerten Einzelzielen entlang der Donau sind zahlreiche Donaulandschaften und Nationalparks von touristischer Bedeutung, so zum Beispiel der Naturpark Obere Donau in Deutschland, die Wachau sowie der Nationalpark Donau-Auen in Österreich, das Eiserne Tor zwischen Serbien und Rumänien und das transnationale Donaudelta.

Insbesondere auf der nicht schiffbaren und daher verkehrsfreien oberen Donau gibt es die Möglichkeit zu Kanu-, Paddel- und Bootstouren, in Deutschland und Österreich ist die Donau darüber hinaus mit langen Radwegen gesäumt, die hervorragend für Radwanderungen geeignet sind. Auch der Flusskreuzfahrttourismus ist bedeutend, neben der vielbefahrenen Strecke von Wien nach Budapest fahren einzelne Schiffe auch von Passau bis in das Donaudelta und zurück. Zur Hochsaison befahren über 70 Kreuzfahrtschiffe den Fluss.


"Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Donau aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar."



Die Donau bei Hainburg, Österreich

Donauauen
Die Bilder stammen von www.rivers.ch, herzlichen Dank

 

Die Donau in Budapest, Ungarn

Die Bilder oben stammen von www.cs.vu.nl/~versto/Budapest/ , herzlichen Dank!



Donaudurchbruch bei Kelheim
Bild stammt von Detlef Menzel, herzlichen Dank!


 

Interessante und schöne Links

 

Nationalpark Donauauen

Via Donau (Schifffahrt, Wirtschaft)

Die Donau, Faszination eines Flusses

Donaunachrichten

Landschaft und Donau in der ungarischen Tiefebene englischsprachige Seite

Donaudurchbruch zwischen Kelheim und Altenburg, Naturpark Altmühltal

Donaudurchbruch, Weltenburger Enge

 

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