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Schiffstypen und Fracht

In der Schifffahrt unterscheiden wir zwei Frachtarten: Flüssigfracht und Trockenfracht. Die Flüssigfracht wird von der Tankschifffahrt transportiert.
Hier haben wir zwei Bereiche: Gastanker und Öltanker (Gefahrgut). Die Gastanker fahren alle Arten von Flüssiggas, z.B. Propan, Ammoniak, Butan.
Die Öltanker fahren Benzine aller Art, Heizöle und Schweröle. Es gibt auch speziell gebaute Säuretanker, die teilweise aus Edelstahl oder Aluminium gebaut sind und auch Säuren aller Art transportieren. Motortankschiffe können aber auch Speiseöl oder Wein transportieren.
In der Tankschifffahrt herrscht ein extrem hoher Sicherheitsstandard. Ein Beispiel ist die "Knautschzone" der Doppelhüllenschiffe von einem Meter um die Tanks herum, die bei einer Kollision optimalen Schutz gewährleisten.

Bei den Trockentransportschiffen, genannt "Frachter", gibt es verschiedene Schiffstypen.

Dann haben wir die RO-RO (Roll-on, Roll-off) Schiffe, das sind Schiffe, die ohne Hilfsmittel be- und entladen werden können.
Hierbei gibt es auch verschiedene Schiffsarten, die einen sind als Autotransporter gebaut, die anderen als Schwerlasttransporter.
Die Autotransporter haben den Nachteil, dass sie nur Fahrzeuge aller Art laden können, da sie eine spezielle Autotransport-Konstruktion haben, die wir auch von den Autotransportern auf den Strassen her kennen. 
Die Schwerlasttransporter, sind da etwas flexibler und können auch Massenprodukte laden, haben eben dafür den Nachteil, dass, wenn sie Schwerlasten fahren, sie nicht voll beladen werden können.

Des weiteren haben wir haben noch den größten Teil der Frachtschiffe: die Massen- und Stückgutschiffe.

Die Massengutschiffe, auch Schüttgut, das sind Kies, Kohle, Erze, Getreide usw... werden meist in Einraum oder Zweiraum-Schiffen transportiert, während die Stückgut-Schiffe meistens mehrerer Raumeinteilungen haben. 
Es gibt auch Schiffe, die haben flexible Schottwände und können daher ihre Raumeinteilung flexibel gestalten. 
Neben den traditionellen Massengütern werden heute auch Altglas, Müllverbrennungsschlacke oder kontaminiertes Erdreich für die Wiederaufbereitung mit Schiffen transportiert.

Einige der Frachter haben ein sogenanntes Lukendach, um die Ladung vor Nässe zu schützen. Frachter, die nur Kies, Erze, Kohle fahren, sind die sogenannten offenen Frachter, die kein Lukendach haben, deshalb aber eben auch nicht alle Frachten laden können.
Die meisten Frachter sind auch Container fähig, das heißt, sie können ohne größere Umstände Container laden.
Die Containerfracht nimmt in der Schifffahrt immer mehr zu, gehört zu den sogenannten "modernen" Transportgütern. Sie ersetzt so nach und nach die Stückgutfrachten, die aber wohl nie ganz wegfallen werden.
Das Planco-Institut hat Ende der 90er Jahre im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums eine Prognose für den Containerverkehr mit Binnenschiffen erarbeitet. Danach sollte sich der Containertransport mit Binnenschiffen in der Zeit von 1997 bis 2010 von 1 Mio. TEU auf
2 Mio. TEU verdoppeln. Im Jahre 2002 betrug das Containeraufkommen auf deutschen Wasserstraßen bereits rund 1,5 Mio. TEU. Hält diese Entwicklung an, wird die erst für 2010 prognostizierte Transportmenge von 2 Mio. TEU bereits ein paar Jahre eher erreicht.

Die Stückgutfrachter, werden auch mit den "Restposten" von den Seeschiffen beladen... aus diesem Grund ist es auch wichtig, dass es da Mehrraumschiffe gibt. So können sie mehrere Produkte laden, die nicht gegenseitig miteinander in Berührung kommen sollen oder dürfen.

Schubschiffe (oder Schubboote) können bis zu sechs sogenannte Schubleichter mit bis zu 16.000 t Güter vor sich herschieben. Die Schubschifffahrt ist die effizienteste Variante der Binnenschifffahrt.