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Der Neckar

 

Lage: In Baden-Württemberg
Länge: 367 km
Quelle: Bei Villingen-Schwenningen 
(706 m ü. Normalnull)
Mündung: Bei Mannheim in den Rhein 
(95 m ü. Normalnull)
Einzugsgebiet: 14.000 km²

 


Neckarquelle

 

Der Neckar ist ein Fluss in Baden-Württemberg. Der Name Neckar ist keltischen Ursprungs und bedeutet wildes Wasser. Er stammt dem ureuropäischen Wort nik ab, welches losstürmen bedeutet. Die Entwicklung des Namens beginnt zu vorchristlicher Zeit mit der Bezeichnung Nikros, welche über Nicarus und Neccarus zu Necker und letztendlich zum heutigen Neckar wurde.

Er entspringt im Naturschutzgebiet "Schwenninger Moos" bei Villingen-Schwenningen auf 706 m Meereshöhe und mündet nach 367 km bei Mannheim in den Rhein (95 m). Von Mannheim bis Plochingen ist er schiffbar und ist somit neben dem Rhein und dem Main bei Wertheim die einzige Bundeswasserstraße in Baden-Württemberg. Häfen gibt es in Mannheim, Heilbronn, Stuttgart und Plochingen. Sein Einzugsgebiet umfasst etwa 14.000 km² und umfasst den zentralen Teil Baden-Württembergs.

Zwischen 1921 und 1968 wurde der etwa 200 km lange Abschnitt zwischen Plochingen und Mannheim zur Großschifffahrtsstraße ausgebaut. Dazu wurde der Neckar stellenweise kanalisiert, und in insgesamt 27 Stufen aufgestaut. Die vielfältige Nutzung des Neckars als Brauchwasser, Wasserstraße und zur Wasserkraftgewinnung brachte erhebliche Eingriffe in die Gewässerökologie mit sich. Inzwischen wurden verschiedene Initiativen gegründet, die sich für die Renaturierung des Neckars einsetzen. Ziele dieser Initiativen sind die ökologische Aufwertung des Flusssystems, die Verbesserung der Wasserqualität, die Verbesserung des Hochwasserschutzes und die Schaffung eines attraktiven Naherholungsgebiets entlang des Flusses.

Verlauf des Neckars

Das Quellgebiet des Neckars liegt im Schwenninger Moos zwischen Villingen und Schwenningen. Seine "offizielle" Quelle liegt im Stadtpark Möglingshöhe in Schwenningen. Bis kurz vor Rottweil ist der Neckar ein kleiner Bach auf der Hochebene der Baar.

Erst durch den Zufluss der zu diesem Zeitpunkt erheblich größeren Eschach wird er zum Fluss. Zugleich tritt er in ein enges, waldreiches Tal ein, das seinen Lauf auf den nächsten etwa 80 Kilometern begleitet. Auf diese Weise bahnt sich der Neckar zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb hindurch einen Weg nach Norden. Bei Horb weicht er vor dem Gäu nach Nordosten aus und fließt am Rande des Albtraufs entlang. Bei Rottenburg tritt er in das weite Tübinger Becken ein. Nach Tübingen verengt sich das Tal wieder.
Bei Plochingen macht der Neckar einen scharfen Knick nach Nordwesten. Zugleich wird er durch den Zufluss der Fils schiffbar. Durch Schifffahrt und vor allem durch die Nähe der Landeshauptstadt Stuttgart beherrschen von nun an Industriebetriebe und enge Besiedlung den Lauf des Flusses. Ab Esslingen prägen zusätzlich Weinberge das Landschaftsbild.

Hinter Stuttgart nimmt der Neckar auf seinem kurvenreichen Lauf durch den Landkreis Ludwigsburg die Wasser von Rems, Murr und Enz auf und wird so zu einem sehr breiten Fluss. Im Unterland in der Gegend um Heilbronn durchläuft der Neckar wieder eine offene Landschaft. Danach tritt er zwischen Bad Wimpfen und Mosbach in den Odenwald ein, wo erneut bewaldete Hänge sein Ufer säumen. In großem Bogen läuft der Neckar nun auf Heidelberg zu, wo er in die Rheinebene eintritt. Kurz danach mündet er bei Mannheim in den Rhein.

Geschichte

Ab 1100 ist die Nutzung des Neckars als Wasserstraße mit Treidelkähnen und Holzflößen belegt. Rund 800 Jahre lang dient der Neckar als Transportweg für Brenn- und Nutzholz. 1476 ist in einem Vertrag zwischen der Reichsstadt Esslingen, Württemberg und Österreich freier Floßhandel auf dem ganzen Neckar vereinbart worden. Das Holz aus dem Schwarzwald wurde über den Fluss bis nach Holland gebracht. Die aufblühende Seefahrt brauchte viel Holz für den Schiffbau. In Plochingen wurde auch das Brennholz aus dem Schurwald zu Flößen verarbeitet, die bis zu 260 Meter lang waren. Am 28. Oktober 1899 hat das letzte Floß die alte Reichsstadt Esslingen passiert. Die Eisenbahn brachte die Flößerei vollständig zum Erliegen.

Für größere Schiffe war der Neckar bis 1713 nur bis nach Heilbronn schiffbar. Danach war er bis Cannstatt provisorisch ausgebaut. Den Anschluss der Neckarschifffahrt des württembergischen Plochingen wurde durch die Reichsstadt Esslingen verhindert. Später kam die Schifffahrt auf dem oberen Neckar durch die Eisenbahn fast zum Erliegen.

1921 wurde ein Staatsvertrag zum Bau des Rhein-Neckar-Kanals abgeschlossen und die Neckar AG gegründet. Bereits 1922 wurde jedoch aus Geldmangel der Bau der Staustufe bei Oberesslingen eingestellt, der Kanalbau ging nur sehr zögerlich weiter. Erst am 12. Juli 1968 konnte gefeiert werden. Der Neckar war von Mannheim bis Plochingen schiffbar geworden. Otto Konz ("Mein Schicksalsstrom ist der Neckar"), der "Vater des Neckarkanals", hat die Krönung seines Schaffens nicht mehr erlebt.

Schleusen

Die Größe der auf dem Neckar fahrenden Binnenschiffe ist durch die Abmessungen der Schleusen, die 110 m lang und 12 m breit sind, festgelegt. Die Fahrwassertiefe beträgt mindestens 2,80 m, so dass z. B. der Hafen Stuttgart auch von Großmotorschiffen angelaufen werden kann, die z. B. bei einem Tiefgang von 2,60 m eine Tragfähigkeit von rund 2.200 t haben.

Seit 2004 werden am oberen Neckar die Schleusen von Deizisau bis Hofen über die Fernbedienzentrale in Obertürkheim (FBZ) ferngesteuert und überwacht.


"Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Neckar aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar."


Neckar bei Esslingen (eigenes Bild)

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