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Die Weser

 

Die Weser ist ein Strom und nach dem Main der zweitlängste Fluss, der nur durch deutsches Gebiet fließt. Die längeren Flüsse Donau, Rhein, Elbe, Oder und Mosel haben entweder ihre Quelle oder ihre Mündung oder beide außerhalb Deutschlands.

Die Weser durchfließt Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen oder sie ist jeweils Grenzfluss von einigen dieser Bundesländer. Wenn man neben der Fulda (ihren kürzeren Quellfluss, der in Hessen entspringt), auch noch die Werra (ihren längeren Quellfluss) dazu zählt, reiht sich diesbezüglich auch noch Thüringen mit ein. Zusammen mit der Werra ist die 452 Kilometer lange Weser 744 Kilometer lang.

 


Zusammenfluss von Fulda und Werra
Daten:

Nordrhein-Westfalen, Bremen
Länge: 452 km (mit Werra 744 km) 
Quelle: In Hann. Münden aus Werra und Fulda 
Mündung: Bei Bremerhaven in die Nordsee 
Quellhöhe: 116,5 m ü. NN 
Mündungshöhe: 0,00 m ü. NN 
Höhenunterschied: 116,5 m 
Einzugsgebiet: ca. 46.000 km² (einschl. Werra und Fulda) 
Quellflüsse: Werra & Fulda 
Gr. Nebenflüsse: Diemel, Aller, Hunte 
Großstädte: Bremen und Bremerhaven 
Mittelstädte: Hann. Münden, Hameln, Bad Oeynhausen,
Porta Westfalica, Minden, Nienburg, Achim

Zusammenfluss von Fulda und Werra

Die Weser entsteht durch den Zusammenfluss von Fulda und Werra am Weserstein in der Stadt Hann. Münden.
Unweit davon auf einer Anhöhe befindet sich die Weserliedanlage, die dem auf den Strom gedichteten Lied huldigt.

Handelsweg Weser

Vom 16. bis 19. Jahrhundert gab es vor allem an der Oberweser und an Werra und Fulda zahlreiche Dörfer, in denen Töpferwaren hergestellt wurden. Umfangreiche Keramikfunde in diesem Gebiet lassen auf eine starke Produktion schließen. Man schuf den Begriff Weserkeramik, der auch zum Ausdruck bringt, dass die Weser als Handelsweg für die Keramik diente. Aus vielen Töpferorten der Oberweser gelangten Tonwaren und Steinzeug nicht nur in den stets arm an Töpfereien gewesenen Raum an der Mittel- und Unterweser, sondern über die Außenweser auch in die Nordseeküstenländer Friesland, Dänemark, England und die Niederlande. Der Handel mit Keramik von der Oberweser beherrschte schließlich den Markt im gesamten Weserraume, so dass im 18. und 19. Jahrhundert die Produktionsstätten an Mittel- und Unterweser (zum Beispiel in Minden) keine Bedeutung mehr hatten.

Als ausgesprochener Exportschlager erwies sich der Veckerhäger Ofen, der in der 1666 gegründeten Kurhessischen Eisenhütte Veckerhagen (Oberweser) gegossen und von dort aus mit dem Schiff zunächst nach Bremen und weiter sogar zu Kunden in Skandinavien und Amerika transportiert wurde.
Beinahe wäre die Weser 1707 Zeuge der weltweit ersten Dampfschifffahrt geworden, hätte nicht die Mündener Schiffergilde nur wenige Meter vor dem Zusammenfluss von Werra und Fulda die Erfindung des Denis Papin, ein durch einen Dampfzylinder angetriebenes Schiff, im Fluss versenkt.

Eisgang

Brücken, Schleusen und Wehre waren seit je her durch den Eisgang der Weser bei strengem Frost gefährdet. Türmten sich die Eisschollen zu gefährlichen Höhen auf, wurden sie gesprengt, um den Druck auf die Bauwerke zu mindern. Bis in die 1930er Jahre fror die Ober- und Mittelweser auch regelmäßig zu, sodass eine Überquerung des Flusses zu Fuß oder manchmal auch mit Wagen möglich war. Nach der Ausweitung des Kaliabbaus in Thüringen und der Einschwemmung von großen Mengen Salzes in den Quellfluss Werra, gab es bis zur Auflassung der Bergwerke in den 1990er Jahren keinen Eisgang mehr auf der Weser. Seitdem stellt sich der alte Zustand langsam wieder her.

Versandung

1399 beschrieb der Verdener Bischof Dietrich von Niem in seiner "Kronik", dass die Weser nach dem Absinken des Hochwassers im Frühjahr große Mengen steinigen und sandigen Boden zurückließ. Ende des 16. Jahrhunderts beschloss der Rat der Stadt Bremen auf Antrag der Schiffergilde den Bau eines Hafens in Vegesack, weil ihre Schiffe aufgrund der Versandung der Unterweser die Stadt Bremen kaum noch anlaufen konnten. Aber auch der Hafen in Vegesack löste das Problem nicht dauerhaft. Schon bald mussten die Schiffe in Brake ihre Fracht löschen.

Die Frühjahrs- und Herbsthochwasser der Weser überschwemmten weite Teile des flachen Landes zwischen Minden und der Nordsee. Dabei lagerten sich schwerere Sinkstoffe dichter am Ufer ab als leichtere und schufen somit Dämme, die das Wasser irgendwann nicht mehr selbst überwinden konnte. Die dadurch entstandene Strömungsenergie sammelte sich im Flussbett selbst und die Weser grub sich immer tiefer ein. Der Auswasch wurde mit fortgespült. Bei Niedrigwasser lag der Wasserspiegel teilweise so tief, dass das Grundwasser der Uferregionen abgezogen wurde und Brunnen trocken fielen.

Bei Eisgang oder Hochwasser schaffte die Weser oftmals bis zu 10 Meter tiefe Kolke, hinter denen sie das ausgegrabene Material zu Sandbänken oder Inseln anhäufte. Dabei wechselte sie häufig ihr Flussbett und wurde unberechenbar für die Schifffahrt.

Die große Weserkorrektur

Die Stadt Bremen begann 1845 mit der Flusssanierung auf eigenem Staatsgebiet. 1847 hatte man den ersten Dampfbagger angeschafft, und versuchte mit dem Bau von Buhnen mit mäßigem Erfolg, den Fluss einzuengen und das Fahrwasser gemäß den Plänen Ludwig Franzius auf fünf Meter zu vertiefen. Erreicht wurde aber zunächst nur eine dauerhafte Tiefe von zwei Metern.

1874 wurde Franzius als Vertreter Bremens in eine Kommission eingesetzt, die sich mit der Förderung der Schifffahrt auf der Weser befassen sollte. Er sammelte zunächst mit wissenschaftlicher Genauigkeit Daten über die Weser und über ihr gesamtes Zuflussgebiet und erarbeitete aus seinen Erkenntnissen den Plan einer weiteren Vertiefung und einer Verengung des Strombettes trichterförmig von Bremen bis zur Mündung. Dabei setzte er sowohl auf das Ausbaggern mit technischen Mitteln wie auch auf die Räumkraft des Flusses selbst.

Nach anfänglichen Durchsetzungsschwierigkeiten verhalf Franzius das verheerende Hochwasser von 1881 zur Realisierung eines ergeizigen Plans: Die Weserschleife bei Lankenau-Gröpelingen, die "lange Bucht", sollte abgeschnitten und der Strom in ein neues Bett verlegt werden. Trotz ungesicheter Finanzierung wurde diese Regulierung bereits 1883 verwirklicht. Diese maßgeblichen Korrekturen der Weser werden auch Große Weserkorrektion genannt.

Noch während weitere Korrekturen an der Unterweser in vollem Gange waren und größere Schiffe die Weser bis Bremen noch nicht befahren konnten, wurde 1888 das Hafenbecken des Europahafens eingeweiht.

Das Fahrwasser der Unterweser wurde mittlerweile bis auf 12 Meter weiter vertieft, und während der Tidenhub bei Bremen vor der Weserkorrektur nur 73 Zentimeter im Durchschnitt von 10 Jahren (1870-79) betrug, verbesserte er sich bis 2004 auf 4,50 Meter.

Flusslauf

Die Weser beginnt in etwa 116,50 m ü. NN. als Oberweser in Hann. Münden. Dort entsteht sie aus dem Zusammenfluss von Werra und Fulda und fließt durch das Weserbergland bis zur Stadt Porta Westfalica. Direkt nach der "Hochzeit" der beiden Quellflüsse beginnt bei Hann. Münden das recht langgestreckte Oberweser-Durchbruchstal, das sich bis zum Weserknie westlich von Bad Karlshafen hinaufzieht. Dort wird die Weser zumeist als Grenzfluss zwischen Hessen und Niedersachsen von recht steilen Berghängen aus Buntsandstein eingerahmt, in die sich die Weser bis 300 m tief eingegraben hat. Nach dem Weserknie ist sie meistens Grenzfluss von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, wobei bis zur Porta Westfalica weitere enge Talbereiche folgen, die oft von recht steilen waldbedeckten Hängen gesäumt werden. Von der Porta Westfalica, einem nur kurzen Durchbruchstal bei der gleichnamigen Stadt, fließt die Weser durch die Norddeutsche Tiefebene.

Bei Minden wird sie vom Mittellandkanal gekreuzt. Ab hier heißt sie Mittelweser. Etwas weiter nördlich fließt die Weser ab Stolzenau durch Niedersachsen. Die Mittelweser wird durch viele Staustufen, Wehre und Schleusen reguliert. Die Stauung wurde in den 20er und 30er Jahren des 20. Jahrhunderts durchgeführt, da es aufgrund der Ausbaggerung der Unterweser für den Überseeverkehr zu Grundwasserabsenkungen im Mittellauf kam. Außerdem sollte ein für die Binnenschifffahrt verlässlicher Wasserstand ab der Querung des Flusses durch den Mittellandkanal gewährleistet werden. Einige Flussschlingen wurden in diesem Zusammenhang durch Kanäle abgekürzt, so zu Beispiel bei Dörverden, wo 1911 die Lohofschleife durchschnitten wurde und ab 1914 am dort neu errichteten Stauwehr ein Wasserkraftwerk Strom erzeugt. Weitere Regulierungsdurchstiche und Stauwehre wurden bei Intschede (Gemeinde Blender) und Petershagen an der Einmündung der Ösper errichtet.

Als Unterweser, die Tidenstrom hat, bezeichnet man den Flussabschnitt ab der Bremer Wilhelm-Kaisen-Brücke. Der Tideneinfluss reicht allerdings noch einige Kilometer flussaufwärts bis zum Weserwehr (Weserkilometer 362,100). Die Unterweser fließt hier abwechselnd durch die Länder Bremen und Niedersachsen.

Nach 452 km mündet die Weser bei Bremerhaven in die Nordsee. Der Mündungstrichter (Ästuar) wird auch als Außenweser bezeichnet.

Weserinseln

Die beiden Weserinseln Schleusenwerder und Werder in Hameln sind zusammen 0,8 Kilometer lang. Auf den Inseln befinden sich Bauwerke, die gastronomisch genutzt werden, und eine Schleusenanlage.
Bei Landesbergen befindet sich in Höhe der Staustufe eine Weserinsel.
Auf der Weserinsel Stadtwerder in Bremen liegen das Neue Museum Weserburg – das größte Museum für Gegenwartskunst in Deutschland –, die Hochschule für Nautik, mehrere Kleingartengebiete sowie Strandbäder an der Weser und am Werdersee. Die Insel, die nach der großen Weserkorrektur zur Halbinsel wurde, ist 4,3 Kilometer lang.

Bremen: Eine weitere kleine und nicht bebaute Weserinsel befindet sich zwischen dem Kap-Horn-Hafen und dem Wendebecken Neustadt.

Die einstige Weserinsel Elsflether Sand vor Elsfleth ist seit der Weserkorrektur eine Halbinsel, die von einem 3,1 Kilometer langen Radweg durchzogen wird. Sie ist über das Huntesperrwerk zugänglich.
Harriersand gegenüber Brake-Harrien ist etwa 11 Kilometer lang und damit die längste Flussinsel Europas. Sie ist seit dem Jahr 1830 besiedelt. Vor der zweiten Weserkorrektur 1924–1932 bestand sie noch aus sieben kleinen, voneinander getrennten Inseln. Harriersand ist von Brake aus mit der Personenfähre Guntsiet und von Rade aus über eine Straßenbrücke zu erreichen.
Vor dem Ort Rodenkirchen (Gemeinde Stadland) liegt die Strohauser Plate. Die als Natura 2000-Gebiet geschützte Weserinsel dehnt sich in Nord-Süd-Richtung über sechs Kilometer und in Ost-West-Richtung an der breitesten Stelle über 1,3 Kilometer aus und darf nur im Rahmen von geführten Exkursionen betreten werden.

Wesermündung in Höhe Bremerhaven-Weddewarden: Die kleinen Inseln Langlütjen I und Langlütjen II wurden in den Jahren 1876–1880 als kaiserliche Forts ausgebaut. Während beider Weltkriege wurden die Bollwerke mit starken Abwehrgeschützen versehen. Von September 1933 bis Januar 1934 befand sich auf Langlütjen II ein Konzentrationslager.

Die Tegeler Plate dehnt sich über mehr als 200 Hektar in der Wesermündung aus und ist die zentrale Kompensationsfläche für den Bau des Containerterminals III in Bremerhaven. Die Wahl fiel auf dieses Gebiet, weil es in der Brackwasserzone der Weser liegt und die Möglichkeit bot, den Zustand von Natur und Landschaft aufzuwerten. Da die Tegeler Plate in der Außenweser liegt, kann man sie nicht mehr als Flussinsel bezeichnen.

Kilometrierung der Weser

Unterweserkilometer Null
Die Oberweser beginnt in Hann. Münden bei Weserkilometer 0,000 und führt bis zum Wasserstraßenkreuz Minden bei Weserkilometer 204,445. Die hier beginnende Mittelweser endet wiederum knapp unterhalb der Wilhelm-Kaisen-Brücke, beim Teerhof in der Bremer Innenstadt bei Weserkilometer 366,720. Hier endet die durchlaufende Kilometerzählung der Weser und die Unterweser beginnt bei Unterweserkilometer 0,000. Bei Unterweserkilometer 1,375 (Nordwestkante der Eisenbahnbrücke in Bremen) endet die Binnenschiffstraße und beginnt die Seeschifffahrtstraße Unterweser. Diese geht bis Unterweserkilometer 85,248 (seewärtige Begrenzung zur Nordsee laut WaStrG). Hier endet die Weser als Fluss.

Schiffsverkehr
Lastschifffahrt

Die Weser ist vom Zusammenfluss von Werra und Fulda bis zur Mündung durchgehend schiffbar. Wie groß die Schiffe maximal sein und wie viel Tiefgang sie haben dürfen, ist in den einzelnen Abschnitten unterschiedlich.

Die Oberweser darf von Schiffen oder Schubverbänden mit einer Höchstlänge von 85 und einer Höchstbreite von 11 Metern befahren werden. Der maximal erlaubte Tiefgang ist pegelabhängig. Vom aktuellen Pegelstand muss ein streckenweise unterschiedlicher "Sicherheitsabstand" abgezogen werden. Dieser beträgt für die Strecken Hann. Münden – Karlshafen 17, Karlshafen – Bodenwerder 5, Bodenwerder – Hameln 28 und Hameln – Minden 31 Zentimeter. Die aktuellen Pegelstände müssen von den Schiffsführern beim Wasser- und Schifffahrtsamt abgefragt werden.

Die Befahrung der Mittelweser zwischen Minden und Bremen ist Großmotorgüterschiffen (GMS) bis 85 Metern Länge und 11,45 Metern Breite und 1.350-Tonnen-Europaschiffen mit 95 Metern Länge und 8,25 Metern Breite erlaubt, wobei das Europaschiff einen maximalen Tiefgang von 2,80 Metern und das GMS einen solchen von 2,50 Metern nicht überschreiten darf.

Die Unterweser darf auch von Seeschiffen befahren werden, tidenunabhängig mit einem maximalen Tiefgang von 9 Metern im Abschnitt Bremen – Brake, 11,60 Metern zwischen Brake und Nordenham und 13 Metern auf der Strecke Nordenham – Bremerhaven. Hinzu kommt ein mittlerer Tidenhub von 4,50 Metern.

Der 14-Meter-Ausbau der Außenweser ab Bremerhaven wurde 2003 fertiggestellt.

Personenschifffahrt

Auf der gesamten Weser verkehren Personenschiffe, darüber hinaus auch auf der Fulda zwischen Hann. Münden und Kassel. An die Personenschiffe, die auf der Oberweser verkehren, werden aufgrund der geringen Wassertiefe besondere Anforderungen gestellt. So darf auf der Strecke Hann. Münden – Bad Karlshafen der Tiefgang 45 Zentimeter nicht überschreiten, um auch bei niedrigem Wasserstand den Linienverkehr bedienen zu können. Zum Beispiel hat das 1993 in Dienst gestellte Fahrgastschiff Hessen nur einen Tiefgang von 30 Zentimetern und besitzt eine nach beiden Seiten ausfahrbare Gangway. An den Anlegestellen, die keine Anlegebrücken mehr haben, "ankert" das Schiff in der Flussmitte, indem vier Stempel hydraulisch auf den Grund abgesenkt werden. Das derart aufgebockte Schiff verharrt unbeweglich im Wasser. Ein Anlegezwang gegen die Strömung entfällt somit, ebenso das Festmachen am Anleger.

Sportschifffahrt

Auf der Weser ist für motorgetriebene Sportboote, bis auf die Stadtgebiete und Schleusenbereiche, eine Höchstgeschwindigkeit von 35 km/h erlaubt. In den Stadtgebieten beträgt die erlaubte Geschwindigkeit 12 km/h zu Tal und zu Berg 18 km/h. Aufgrund der relativ geringen Strömung und der hohen erlaubten Geschwindigkeit ist die Weser ein ideales Gebiet für die Sportschifffahrt.

Besonders die Oberweser ist beliebt bei Kanusportlern und Wasserwanderern. Durch die Fließgeschwindigkeit der Weser von durchschnittlich 4,5 km/h bei normalem Wasserstand kann auch der Freizeitsportler längere Strecken ohne übermäßigen Kraftaufwand zurücklegen. Zahlreiche Bootsverleihe tragen dieser Tatsache Rechnung und bieten neben dem Verleih von Kajaks und Kanadiern auch einen Rückholservice an.

Wasserstraßenkreuz Minden

Seit 1916 wird die Weser in Minden vom Mittellandkanal überquert. 1998 kam eine zweite Trogbrücke hinzu, um dem gestiegenen Schiffsverkehr und den Ausbau des Kanals auf neue, größere Schiffsklassen Rechnung zu tragen. Drei Schleusen bilden zwei Verbindungen zwischen Weser und Mittellandkanal, es muß dabei eine Höhendifferenz von 12m überwunden werden. Das ist zum einen der Nordabstieg über die Schachtschleuse und zum anderen der Südabstieg über zwei Schleusen und dem auf halber Höhe liegenden Hafenbecken. Weiterhin gibt es am Wasserstraßenkreuz ein Pumpwerk, mit dem Weserwasser in den Kanal gepumpt wird, um dessen Wasserstand konstant zu halten.

Durch das Wasserstraßenkreuz Minden erhält die Weserschifffahrt eine direkte Verbindung in Richtung Westen zum Rhein und dem Ruhrgebiet sowie der Ems und nach Osten zur Elbe und über das Wasserstraßenkreuz Magdeburg und den Elbe-Havel-Kanal weiter bis nach Berlin und zur Oder.

Befeuerung der Unterweser

Die ersten Leuchttonnen mit Gasfüllung wurden 1830 mit Hilfe des Tonnenlegers Barsen in der Außenweser eingebracht. 1853 wurde mit dem Bau des großen Leuchtturms an der Bremerhavener Columbuskaje nach den Plänen des Architekten Simon Loschen begonnen. Der neugotische Backsteinturm wurde 1855 fertig gestellt und diente bis 1986 der Befeuerung der Unterweser. Seit 1984 steht er unter Denkmalschutz. 1855 bis 1856 folgte der Bau des Leuchtturmes Hohe Weg.

1874 wurden die ersten Feuerschiffe in der Außenweser ausgelegt. Der berühmte Leuchtturm Roter Sand in der Außenweser wurde 1885 in Betrieb genommen, 1887 folgten die Leuchttürme auf dem Eversand. 1907 wurde das Befeuerungssystem der Außenweser durch Auslegen des Feuerschiffes Norderney erweitert und eine erste Leuchtbake an der Robbenplate errichtet, die 1928 durch einen Leuchtturm ersetzt wurde. Es folgten die Leuchttürme Solthörn (1904) und Brinkamahof (1912).


"Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Weser aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar."


 

Großer Leuchtturm von 1854 in Bremerhaven

Oberweser bei Polle

Mittelweser bei Bad Oeynhausen

 

Unterweser
Unterweser bei Bremen

 


Unterweserkilometer Null

 


Weser bei Bremen

 


Weserfähre zwischen Berne und Farge an der Unterweser

Steinkohlekraftwerk in Farge, Unterweser

 


Wesermündung bei Bremerhaven

 

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